Gayatri_m_Katze_Meditation_alsMeditation ist in Wahrheit eine Lebensweise, sich in jedem Moment dem hinzugeben, was immer hier ist. 
Es bedeutet, der Unmittelbarkeit hingegeben zu sein, mit dem Strom des Augenblicks zu verschmelzen, in Synchronizität mit den Er­eignissen des Lebens zu fliessen, oder einfach im Fluss des Lebens zu sein.
 Es bedeutet offen zu sein, unvor­ein­genommen, nichtwissend, un­kon­ditio­niert und aufmerksam, um das zu tun, was das Leben will.

Meditation ist wahrnehmendes Bewusstsein, ohne Wertung und ohne Urteil. 
Es ist das, was ist, wenn alles, was wir darüber denken, wissen und glauben sich im grenzen­losen Meer der Un­wissbar­keit aufgelöst hat.

Meditation ist weder abhängig von bestimmten Umständen, noch von Wissen, noch von Techniken. Sie hat nichts zu tun mit bestimmten Erfahrungen oder Zuständen. 
Besondere innere Erfahrungen können zwar sehr eindrücklich sein, sie ziehen uns in ihren Bann, und halten die Sehnsucht nach dem göttlichen Ziel aufrecht. 
Gott kann jedoch niemals in der Zukunft erkannt werden, nur im un­mittel­baren Augenblick. Spirituelle Er­fahrungen gehören der Ver­gangen­heit und der möglichen Zukunft an, und sind deshalb hinderlich für die Selbsterkenntnis, wenn wir uns an ihnen orientieren. 
Die Erfahrungen selbst sind immer nur vorübergehende, zeitliche Erfahrungen, aber Das was wir sind ist permanentes Sein. Es benötigt nichts, weil es schon alles ist.

Es ist das, was mit und ohne jegliche Erfahrungen der Urgrund von allem ist – unver­gänglich, immer hier, still, machtvoll, unzerstörbar, ewig, unend­lich, zeitlos, grenzenlos, unfassbar. Und doch… es wird übersehen, über­gangen, nicht wahrgenommen, weil die Aufmerksamkeit auf die Er­fahrun­gen fixiert ist.

Meditation heisst, Das zu sein, was wir schon sind, und sie kann nicht getan werden, sie kann nur geschehen. Wenn sie ge­schieht, ist das getrennte Ich-Bewusstsein im Meer des Grenzenlosen aufgelöst, bevor sich überhaupt irgend jemand darum bemüht.

Wenn dem getrennten, konditionierten Ich-Bewusstseins die Auf­merk­sam­keit entzogen wird, verliert es seine Macht und seine Bedeutung.
 Meditation als Lebensweise tritt ganz natürlich an die Stelle des fixierten Ego-Bewusstseins, aber niemals so, wie einer denkt.

Om shanti shanti shanti