Feierst Du an Ostern die Auferstehung eines andern, den Du von der Bibel her kennst? oder vielleicht auch das nicht?

Nun gut…, aber die Auferstehung ist eben nichts religiös-intellektuell Abstraktes, das es nur für Auserwählte gibt.
Auferstehung ist etwas sehr Reales, das Realste überhaupt, und erst noch für jeden zugänglich, wenn es praktiziert wird.

Wie stehst Du z.B. am Morgen auf? Bist du dir dessen bewusst? Oder ist das bei Dir einfach ein gewohnheitsmässiger Ablauf, ein Mechanismus, den du gar nicht so genau mitbekommst?

Gut möglich, dass du das vielleicht auch gar nicht so genau mitbekommen willst, denn das könnte erschreckend sein, schockierend und sogar gefährlich. Das wahrzunehmen könnte nämlich dein Leben von Grund auf in Frage stellen.

Es könnte bedeuten, dass du dich Selbst so intensiv wahrzunehmen und zu spüren beginnst, dass du deine Lüge durchschaust.
Es erfordert Mut und Bereitschaft, Offenheit und Ehrlichkeit, um genau zu sehen, wie es in Wahrheit um dich steht.

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Wahrzunehmen ist der 1. Schritt in der Auferstehung der Toten. Jetzt beginnt nämlich erst das wirkliche LEBEN.
Ohne diesen 1. Schritt geht es nicht. Der 1 Schritt ist nämlich zugleich auch der letzte, letzte, letzte, letzte……

Ohne diesen 1. Schritt bleibt dein Leben in der Stagnation der Verleugnung deiner eigenen Wahrnehmung.

Wahr – nehmung ist immer wahr, unmittelbar wahr. Und Wahrheit gibt es nicht nur ein bisschen, nur immer ganz. Es sei denn, du beginnst die Wahr – nehmung zu interpretieren und sie dadurch zu verfälschen.

Wahrnehmen und Fühlen sind im Übrigen nicht genau dasselbe. Wahrnehmen ist subtiler als Fühlen. Die Wahrnehmung ist sozusagen das Substrat des Fühlens.
Du kannst wahrnehmen, was du fühlst, weil du das Wahrnehmende Selbst bist. Nur deshalb kannst du es fühlen.

Die Wahrnehmung ist übrigens das präziseste Mess-Instrument des gegenwärtigen Augenblicks.
In der Wahrnehmung sind auch die feineren subtileren Sinne enthalten, die insbesondere den Tieren eigen sind und manchen Menschen, aber in Wirklichkeit in Jedem potentiell angelegt.

Nun aber zurück zur Auferstehung:
Wenn du am Morgen aufwachst und noch im Bett liegst oder schon aufgestanden bist, da beginnt es schon.
Was beginnt genau? Was passiert da genau? Das ist der Punkt.

Als ich selbst das zum ersten Mal wahrnahm war es erschreckend. Und noch erschreckender war, dass ich das bis dahin nicht wahrgenommen hatte.

Da war so ein gewohntes dumpfes Gefühl von Unbehagen, mehr im Hintergrund, nicht so deutlich spürbar. Und da war auch so eine ganz subtile Stimme in mir, die offenbar ganz normal und alltäglich mein Leben vollumfänglich Tag für Tag in ihre Bahnen lenkte.
So normal, so gewöhnlich, so unauffällig, beinah natürlich und so selbstverständlich, dass es kaum zu fassen ist.
Es ist der gewöhnliche Zustand eines Menschen im sog. Wachbewusstsein.
Nichts Aussergewöhnliches.

Es reicht übrigens nicht, jetzt darüber nachzudenken, ob das bei Dir auch so ist. Das ist es genau nicht! Das wäre nur ein weiterer Akt deiner Selbstverhinderung, die dich in Schach halten will.
Es geht darum, dass du das unmittelbar tust und erlebst bzw. wahrnimmst, damit du siehst!!!

Du beginnst also ganz einfach z.B. am Morgen damit, wahrzunehmen, wie du dich wirklich fühlst und was du dazu denkst bzw. glaubst. Das ist sehr wichtig!

Diese z.T. sehr vagen Gefühle und die dazugehörigen ebenso vagen Gedanken sind seit unzähligen Jahren ein eingespieltes Super-Team, und sie steuern dein unbewusstes Morgenritual, und sie sind die Hauptursache dafür, dass dein Leben nicht wirklich freudvoll und erfüllend ist, weil fremdbestimmt.

Sich Zeit zu nehmen für ein neues bewusstes, sehr einfaches Wahrnehmungsritual am Morgen ist also der Anfang deiner Auferstehung.

Es ist zwar einfach, aber nicht nur leicht, denn eingespielte Gewohnheitsrituale haben es in sich. Sie müssen nachhaltig ausgeräumt werden.

Wenn du siehst bzw. bewusst wahrnimmst, was da genau vor sich geht in Dir, ist das ein Akt der Hinwendung zu Dir selbst und ein Akt der Selbst-Liebe und der Zuwendung und des Mitgefühls und der Selbstwertschätzung und deshalb ungeheuer kraftvoll und transformativ für dein ganzes Leben.
Das hast Du dir vielleicht ein Leben lang selbst nie wirklich gegeben. Du hast Dich selbst nie wirklich geliebt, weil du identifiziert warst mit dieser dumpfen Stimme in deinem Kopf, die du gar nicht bist!

Das wahre Wesen, das Du bist kommt erst zum Vorschein, wenn du IHM Raum gibst.

Und dieses wahre Wesen, das Du Bist, ist in Liebe mit all deinen menschlichen Unvollkommenheiten.
Es ist immer nur diese Stimme in deinem Kopf, die dich verurteilt und klein halten will und dich zu irgendwelchen unpassenden Taten veranlassen will.

Sei also jetzt bereit, Dich Selbst nicht mehr zu übergehen. Sei bereit, Dich dir Selbst zuzuwenden und Ordnung in die Begebenheiten deines Lebens zu bringen.

Du kannst diese unbewusste Manipulation und Selbstsabotage jetzt beenden, indem du sie siehst und nicht mehr bereit bist, ihr zu folgen.

Wenn du nicht mehr bereit bist, einer zerstörerischen, zermürbenden, erniedrigenden und entmündigenden Stimme zu folgen, bedeutet das, dass du dich Selbst befreist und aus dem Leid erhebst und in die grössere Selbstbestimmende KRAFT auferstehst.

Auferstehung ist nichts Abgehobenes, nichts Übermächtiges, das dich schweben lässt. Auferstehung ist etwas ganz Natürliches in der Evolution des Menschseins. Beinah unmerklich und doch so unleugbar offensichtlich, wenn es erlebt wird. Aber nur wenn es erlebt wird, nicht wenn es erdacht wird.

Auferstehung ist also machbar, ein kleines „Ach“ mit grosser Wirkung, und es kann von Moment zu Moment von Dir und Jedem, der bereit ist, immer neu praktiziert werden. Das Wunder des LEBENS….   Marthamaria

OM TAT SAT